openXchange

Das Projekt »openXchange« verfolgte die Umsetzung für das Internet der Dienste im Bereich des Managements von Sachschäden. Bei der Regulierung dieser sind häufig kleine Unternehmen beteiligt, wie z.B. Sachverständige und Handwerker. In der Versicherungsbranche ist ein Trend zur elektronischen Abwicklung der Regulierungsprozesse festzustellen.

Ziel von openXchange war es, allen beteiligten Unternehmen die Teilnahme an den elektronischen Regulierungsprozessen zu ermöglichen, sowie die Transparenz und Qualität der Zusammenarbeit zu erhöhen. Somit schaffte openXchange eine organisatorische und technische Referenzlösung für das Regulierungsnetzwerk der Zukunft. Dabei wurde auf Ergebnisse im TEXO-Umfeld zurückgegriffen, um die Grundlagen von Servicenetzwerken gewinnbringend einzusetzen und zu erweitern.

  • Schaffung von Diensten auf einer offenen Plattform für kostengünstig einzuführende und zu betreibende Anwendungslösungen, die den flächendeckenden Einsatz für KMUs ermöglichen (Stichwort »Software-as-a-Service«)
  • Schaffung von offenen Referenzprozessen und -verfahren sowie branchenweiten offenen Standards für elektronische Dokumente und Schnittstellen zur Integration von KMUs
  • Schaffung von technischen und fachlichen Lösungen zur Qualitätssicherung und zur Steigerung der Transparenz
  • Bereitstellung von fachlichem Know-how (wie z.B. Schadenkalkulation und Prozessabläufen) im Rahmen von Softwarediensten und Wissensmanagementsystemen
  • Dabei bietet eine neutrale Lösung branchenweit Vorteile, da proprietäre Lösungen einen offenen Regulierungsmarkt verhindern. Ein entscheidender Faktor für den Erfolg von openXchange ist die Anwenderakzeptanz der beteiligten Parteien, die auf Basis eines Fair-Play-Ansatzes gesichert wird

Inhalte / verwendete Methoden / Vorgehensweise

Für die Regulierung von Sachschäden wurden 2007 in Deutschland 11,4 Mrd. Euro ausgegeben. Beispiele hierfür sind die Regulierung von Unwetterschäden wie Stürmen, Blitzeinschlägen und Hagelschäden, Wasserschäden sowie Feuerschäden. Eine wichtige Rolle bei diesen Regulierungsprozessen spielen insbesondere mittelständische Unternehmen – dabei handelt es sich häufig um Handwerksbetriebe wie Maurer, Dachdecker, Bodenleger, Installateure, Elektriker und viele mehr.

Elektronische Abwicklung von Regulierungsprozessen

Im Rahmen der Optimierung von Regulierungsprozessen durch große Unternehmen wie z.B. Versicherungen und große Schadendienstleister ist ein Trend zur elektronischen Abwicklung der Regulierungsprozesse festzustellen. Dabei ist es notwendig, alle beteiligte Unternehmen bei der Teilnahme an den neuen elektronischen Regulierungsprozessen zu unterstützen, unabhängig von großen IT-Investitionen und technisch-fachlichem Know-How.

Nutzung von Servicenetzwerk-Konzepten aus TEXO

Im Rahmen des THESEUS-Programms wurde im Anwendungsfall TEXO bereits an den Grundlagen einer Dienstleistungswirtschaft im Internet gearbeitet. TEXO schaffte die technischen und organisatorischen Voraussetzungen, um im Internet Dienstleistungen handelbar zu machen und sie zu Mehrwertdiensten kombinieren zu können. In openXchange wurden diese Grundlagen gewinnbringend eingesetzt und erweitert.

Förderer

Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) im Rahmen des Programms »THESEUS MITTELSTAND 2009«

Beginn-Enddatum

Juli 2009 bis Juni 2011